© Copyright 2018 Klaus Listl.
On 23. April 2018 In Allgemein, Backcountry, BC Kicker, Inziniert, Portrait Shooting, Privat Shooting, ski, Sport, Travel, Werbeshooting, Winter

Testbericht: THULE Lawinenrucksack

Nach Beendigung der Testivals und Ausstellungen hat mir Thule seinem neuen Lawinenrucksack zum Test vorbei geschickt. Vielen Dank Kerstin!!! Moritz Schwarz und ich machten uns auf um den neuen Rucksack einer genauen Probe zu unterziehen.

Nach Beendigung der Testivals und Ausstellungen hat mir Thule seinen neuen Lawinenrucksack zum Test vorbei geschickt. Vielen Dank Kerstin!!! Moritz Schwarz und ich machten uns auf um den neuen Rucksack einer genauen Probe zu unterziehen.

 

 

Aber von Anfang an:

„Lust auf eine kleine Skitour? THULE hat mir den neuen Lawinenrucksack geschickt“

Moritz war sofort an Bord, und so verschlug es uns nach Obertauern. Recht spät in der Saison ist der Schnee natürlich nicht mehr so gut oder dezent ausgedrückt: nicht viel. Allerdings ist das Risiko von Lawinenabgängen auch in dieser Zeit des Jahres präsent. Durch die Wärme und auch den Regen gehen momentan überall Grundlawinen ab, also aufgepasst.

 

In Obertauern ist nicht viel bis Garnichts los. Umso schöner, dass man wirklich alle Pisten noch toll befahren kann! Der Winter war gut! Am Parkplatz packt Moritz sein Equipment in den Lawinenrucksack und ist schon mal begeistert. Wir testen den kleinen mit 25 Liter Volumen. Gleich wird klar – THULE hat sich wirklich einiges überlegt bei  der Gestaltung des Lawinenrucksack. Nach einer kurzen Liftfahrt fellen wir auf und treten die kleine Tour auf einen benachbarten Gipfel an.

Das Wetter hat es gut mit uns gemeint, keine einzige Wolke weit und breit. Das Grün des Rucksackes lässt mein Fotografenherz höher schlagen, denn es sticht echt super heraus und ist im Gegensatz zu manch anderem Rucksack wirklich sichtbar am Körper (ich weiß, das möchte nicht jeder aber in meinem Fall finde ich das einfach toll). Zu unserem Outfit von Strafe Outerwear passt es auf alle Fälle super.

 

„Im Vergleich zu manch anderem Lawinenrucksack lässt dieser sich echt gut tragen und ist nicht so starr“, bemerkt Moritz recht schnell. Auch ich habe gleich bemerkt das die Passform wirklich angenehm ist. Der Rucksack ist etwas lang geschnitten, was seiner Größe (182cm) entgegenkommt.

Damen und kleinere Männer könnten jedoch damit ein Problem haben.

Da am Gipfel der Schnee schon sehr ausgedünnt ist beschließen wir zu Fuß weiterzugehen. Moritz schnallt sich seine Icelantic Ski auf den Lawinenrucksack und weiter geht es per pedes.  Das System ist so gewählt, dass der Ski echt schnell diagonal zum Rücken befestigt werden kann. Die untere Schlaufe ist stabil und hält den Kanten stand. Toll finde ich auch die obere Schlinge, die bei Nicht-Bedarf in ein Fach versteckt werden kann. Kein lästiges rumbaumeln oder zusammenkleben mit Isolierband. Anzumerken ist, dass auch ein Snowboard gut zu montieren wäre.

Um auf den Gipfel zu kommen folgen wir einem kleinen Wanderweg, der schon freiliegt. Weiter geht es über Geröll und Wiesen. Die Temperatur ist jetzt mehr als angenehm. Kurz vor dem Gipfel müssen wir sogar den letzten Teil über ein paar Felsen hinaufklettern. Die Sonne steht perfekt und mein Foto Herz lacht.

Am Gipfel selbst ist es angenehm sonnig und der Wind ist auch nur noch kaum spürbar. Zeit für einen Snack. Mit 25 Liter ist der Rucksack für eine Tagestour wirklich ausreichend groß und außer dem üblichen Lawinen Equipment hat auch locker noch eine große Trinkflasche, Brotzeit, Felle und Wechselkleidung Platz. Nach ausgiebiger Rast (das Panorama überzeugt unglaublich) lösen wir die Felle von unseren Skiern und auf geht’s zu einer kleinen Zwischenabfahrt. Wunderbarer Sulz gepaart mit einem Harschdeckel lassen unsere Herzen höherschlagen – NICHT. Egal. Mit so etwas muss man zu dieser Jahreszeit rechnen.  Anzumerken ist das der Rucksack sogar beim Sturz eine gute Figur abgibt 😉

„Da müssen wir unbedingt noch schnell rauf“, wurde Moritz schon beim ersten Anstieg von mir in Kenntnis gesetzt. Das Motiv mit Hintergrund ist einfach zu verlockend. Also Ski wieder auf den Rucksack und noch schnell zu einem weiterem Grad aufgestiegen. Der Hintergrund ist einmalig und ich bin voll Happy.

Oben angekommen haben wir jetzt auch einen tollen Blick Richtung Dachstein und den Hochkönig. Zeit für einen letzten Lawinenrucksack Check:

Das Lawinenfach ist geräumig und mit seinen 2 Schlaufen ist alles da wo es hingehört. Lediglich mit einem U-Griff an der Lawinenschaufel hat man ein Problem, da die Schlaufe zu hoch angesetzt ist. Allerdings ist die Schaufel von Moritz eine der wenigen die so konstruiert sind. Der Hüftgurt ist für meine Begriffe sehr gut gelöst. Die zwei Flügeltaschen links und rechts bieten erstaunlich viel platz und so kann neben Handy oder Funk sogar ein Fell dort verstaut werden. Auch eine kleine Getränkeflasche bringt man hinein. Der Gurt selbst ist mir einen Tick zu schmal, auch das Gurtschloss würde ich mir ein bisschen größer wünschen.  Da bin ich dann doch die Konkurrenz gewohnt, aber das sind Ansprüche auf hohem Niveau. Ich bin ja schließlich 195 cm groß und somit wirkt bei mir schnell einmal alles ein bisschen zierlich. Das Metallschloss hält zuverlässig und geht nicht von selbst auf, definitiv. Zu erwähnen wäre noch das das Rescue-System von Mammut verbaut ist und sich in den letzten Jahren sowieso gut bewährt hat. Das Gewicht des Rucksacks kommt mir subjektiv recht leicht vor im Vergleich zu meinem eigenen.

Fazit:

Ich bin von dem Lawinenrucksack absolut überzeugt,  THULE hat wie immer einen Super Job gemacht. Ein paar Kleinigkeiten können da mein Urteil nicht trüben. Mir persönlich gefällt am besten die Farbe, das leichte Gewicht!!! und die Flügeltaschen an der Seite. Wenn ich den Rucksack wirklich nur mit dem allernötigsten befülle liegt er sehr flach am Körper an und wirkt alles andere als ein 25 Liter Rucksack. Freerider werden das lieben! 

Klaus