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On 16. Juni 2018 In Abendsonne, Allgemein, Bayern, Event, heimat, Kultur, Reportage

A.L.M. ALMprojekt in Lengries

Die A.L.M. Almprojekt Tage in Lenggries durfte ich dieses Jahr begleiten und hatte sehr viel Spaß.

 

Was ist A.L.M.?   Es bedeutet Alpen Leben Menschen und ist ein Integrations Programm für Flüchtlinge und Asyl suchende. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt des Malteser Hilfsdienst e.V. und des Deutschen Alpenvereins gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.

 

Aber alles ganz von vorne. Der DAV – Deutsche Alpen Verein unterstützt dieses Projekt und bat mich eine Reportage darüber zu fotografieren. Gesagt – getan, an einem Samstag steh ich pünktlich um 12.00 in Lenggries am Brauneck oben an der Bergstation und versuche die Gruppe abzufangen. Handynetz Ole ole! Wo bist du, wenn du mal wirklich gebraucht wirst. Aber nach circa 38 Anrufen und „Hallo, ich höre dich“ hatten wir uns dann doch gefunden. Die kleine Gruppe ist extra für ein Filmteam unterwegs, da diese Projekt im letzten Jahr sogar einen Preis von der UN gewonnen hat. Und ich bekomme so auch ganz easy gute Fotos für den DAV.

Auf dem Weg habe ich mir schon so einige Fotospots zurechtgelegt, und die anschließenden Fotos sind schnell im Kasten. Die Gruppe ist motiviert und super drauf. Wo gelingt Integration besser als bei einer gemeinschaftlichen Wanderung? Wunderbar zu sehen, wie alle im Gespräch waren und einfach eine gute Zeit hatten.

 

Dann rein in die Autos und ab zum Zeltlager.

Die Chefin von A.L.M berichtet:

Am Samstag sind wir gegen Mittag an der Jugendsiedlung Hochland in Königsdorf angekommen und haben gemeinsam die Zelte aufgebaut. Dank verschiedener Bälle brauchte es keine Kennenlernspiele, denn jeder kickte direkt mit jedem und hatte Spaß. Auch beim gemeinsamen Baden in der doch noch sehr frischen Isar, Kistenklettern oder beim gemeinsamen Kochen. Razeq (26 Jahre aus Afghanistan) war unser Sternekoch und zauberte uns trotz widriger Umstände (der angemietete Kocher war defekt und wir mussten improvisieren) ein großartiges Mahl. Als man abends beim Lagerfeuer in die Gesichter blickte, sah man entspannte, zufriedene Menschen, die angeregt miteinander plauderten oder Karten spielten.

 

Am nächsten Morgen fand eine weitere Wanderung (diesmal ohne Mediateam und ohne mich) statt.

 

Auch den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gefiel der Ausflug: „Ich bin so froh, dass ich dabei sein durfte. Als ich mich angemeldet habe, wusste ich nicht, was mich erwartet, aber alles war einfach nur schön. Viel Spaß hat mir das Kisten-Klettern gemacht. So was habe ich noch nie gesehen! Aber auch mein erstes Lagerfeuer in Deutschland, das gemeinsame Kochen oder das Baden in der Isar werde ich nicht so schnell vergessen. Es war ein perfektes Wochenende!“ (Flüchtling aus Afghanistan, 22 Jahre)

 

FAZIT:

Für mich ein toller Tag mit vielen neuen Leuten, neuen Ansichten und ganz viel Herzlichkeit.

Gerne wieder – wann immer ihr wollt!

 

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